Crossgolf spielen

Was ist Crossgolf? Ein Überblick

Crossgolf Informationen: Ausrüstung und Regeln

von Andreas Faessler [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Bei Crossgolf handelt es sich um eine nicht ganz neue Trendsportart. Genau genommen ist diese Form des eher unkonventionellen Golfspiels deutlich älter, als viele von uns vermuten würden. Die gute Nachricht für alle, denen der Sport sonst zu kostspielig ist: Für Crossgolf braucht es weder eine hochkarätige Ausrüstung, noch gibt es eine Kleiderordnung oder gar ein vorgeschriebenes Handicap, um an den Spielen teilnehmen zu dürfen. Deutschlandweit wird dieser Sport inzwischen als richtiges Event angeboten. Es ist nicht erforderlich, sich dazu extra in irgendeinem Verein anzumelden und horrende Gebühren zu zahlen. Schlägersets sind zwar erlaubt, aber es genügt im Grunde genommen ein einziger Schläger. Dazu noch ein paar Bälle und Tees – fertig ist die Crossgolf Ausstattung!

Gespielt wird überall dort, wo es Spaß macht: auf Wiesen, in Wäldern, auf freien Geländen oder sogar im Industriebereich. Einzige Voraussetzung ist, umherlaufende Passanten nicht zu gefährden. Da ein Ball locker über 100 Meter weit fliegen kann, sollte ein wenig Platz für diesen Golfsport eingeplant werden.  In der Regel wird in Teams gespielt. Jeder Teilnehmer trägt sein Crossgolf Set selbst. Es gibt keine Unterstützung durch Caddys, und aufgrund der Unwegsamkeit mancher Gelände ist es deshalb umso sinnvoller, beim Kauf eines Crossgolf Starterkits direkt eine Tasche mit zu bestellen. Der große Vorteil ist, dass nicht viel Zubehör benötigt wird. Dazu später mehr. Wir wollen dir nun die Gelegenheit geben, einen ersten Einblick in die Welt des Crossgolfs zu gewinnen.

Woher kommt der Crossgolf Trend?

Woher kommt er denn nun, der Crossgolf Trend. Die Hamburger beanspruchen den Titel „Trendsetter“ zwar für sich, doch tatsächlich soll der Sport schon viel älter sein. Man sagt sogar, dass es schottische Hirten waren, die mit dem Golfen im freien Gelände anfingen. Letztlich wird diese Diskussion wohl nie ein Ende nehmen. Die Anfänge fand Crossgolf jedenfalls nicht durch Torsten Schilling, der 1992 auf die Idee kam, einen Hotelflur zur Golfhalle „umzufunktionieren“ – auch, wenn die weitläufige Meinung dies behauptet. Letztlich wurde der Sport aber mit ihm zum Trend; wobei auch behauptet wird, die ersten Crossgolfer waren im Weltall unterwegs. Faktisch hat sich die Idee zu einem spannenden Hobby für viele entwickelt, und vor allen Dingen jene, die konventionelles Golfen zu langweilig ist, kommen hier auf ihre Kosten.

Örtliche flexibel: Wo man Crossgolf spielen kann

Bei Crossgolf haben Spieler alle Freiheiten, wenn es um die Wahl ihres „Austragungsorts“ geht. Erlaubt ist, was gefällt – natürlich immer unter Beachtung der Sicherheit. Gespielt wird zum Beispiel auf Weiden und Wiesen, im Wald, auf Industriegeländen oder auch mitten in der Stadt. Ebenfalls wichtig ist, dass die bespielten Plätze sauber verlassen werden. Gängige Praxis ist das Spielen auf der Wiese. Alternativ erweisen auch ausgediente Felder gute Dienste. Wer kann, der nutzt zum Crossgolfen Wiesen und Weiden, denn hier ist einfach am meisten Platz geboten. Hinzu kommt, dass Mitmenschen nicht gestört werden. Wer nach mehr Spannung sucht und schon ein wenig Erfahrung gesammelt hat, für den ist der Wald die perfekte Location. Hier erwarten den Spieler natürliche Hindernisse, wie Bäume, Sträucher und hin und wieder sogar kleine Tümpel. Aber Vorsicht: Bälle können ganz unverhofft „zurückschlagen“, wenn sie an einem Baum abprallen.

Spezielle Events finden seit einigen Jahren in maroden Gebäuden statt. Das dortige Flair lässt sich nicht mit dem klassischen Golf vergleichen – und gerade die Herausforderung ist es, nach der ambitionierte Spieler bewusst suchen. Selbst die kalte Jahreszeit bietet Raum für den Sport, denn auch im Schnee ist Cross Golf spielen möglich. Hier gilt es allerdings, gezielt nach einer Location zu suchen. Passend dazu: Glühwein. Schließlich steht der Spaß bei dieser Golf Variante an erster Stelle. Ein besonders Ambiente verspricht außerdem Crossgolf bei Nacht. Dazu wurden spezielle Leuchtstäbe konzipiert, die als Zielfahnen dienen. Und auch beleuchtete Golfbälle sind inzwischen in jedem gut sortierten Handel erhältlich.

Welche Regeln gelten beim Crossgolf?

Hier zeigt sich der wohl größte Unterschied zum typischen Golf. Bei Crossgolf gibt es nämlich kein striktes Regelwerk. Wie gespielt wird, das richtet sich unter anderem nach den örtlichen Gegebenheiten und anderen Bedingungen. Je nach Situation können die Spieler – oder bei Events die Crew – gemeinsam festlegen, unter welchen Voraussetzungen und mit welchen Grundregeln gespielt wird. Inzwischen gibt es diverse Vereine, denen sich ambitionierte Golfer anschließen können. Die meisten haben ihre eigenen Regeln. So wird zum Beispiel je nach Gelände festgelegt, wo sich die Ziele befinden. Die Herausforderung für Teilnehmer besteht  – ähnlich wie bei klassischem Golf – darin, das Ziel mit wenigen Schlägen zu erreichen. Es werden beispielsweise Fahnen selbst gebaut, Zaunpfähle oder Bäume markiert. Eingelocht ist der Ball dann, wenn er sich im Abstand von maximal einer Schlägerlänge zum Ziel befindet. Da jedoch nicht alle Schläger gleich lang sind, gibt es im Vorfeld eine Vorgabe.

Snowgolf als Variante des Crossgolf

Auch eine Form des Crossgolf: Snowgolf im Schnee – von TimoHonkelaEnglish (Eigenes Werk) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Ein weiteres Ziel beim Crossgolf besteht darin, den Ball im unwegsamen Gelände wiederzufinden. Dazu hat der Spieler jeweils fünf Minuten Zeit (ein Durchschnittswert). Findet er den Ball nicht, gilt er automatisch als verloren. Es können in diesem Fall Strafschläge angerechnet werden. Zum nächsten Loch gibt es dann einen neuen Ball. Dieser wird an dem zuletzt vermuteten Ort des vorherigen Balls platziert – respektive in dessen Nähe. Pro Spiel erhalten Teilnehmer in den meisten Fällen nur drei Bälle. Wenn auch diese verloren sind, ist das Spiel beendet.

Crossgolf wird mit bis zu sechs Personen gespielt – auch Flight genannt. Die Gruppe trifft sich vor Spielbeginn an einem festgelegten Ort. Dies kann ein altes Gebäude oder eine der vorgenannten Alternativen sein. Die Crew erklärt den Teilnehmern, wo sich die Ziele befinden und welche individuellen Regeln für das Turnier gelten. Aus Sicherheitsgründen befinden sich die Spieler immer hinter demjenigen, der am Zug ist. Tees sind erlaubt, wobei diese natürlich nicht auf jedem Gelände genutzt werden können. Sie nutzen Spieler für den ersten Abschlag. Wer alle Ziele mit den wenigsten Schlägen erreicht, der geht als Gewinner aus dem Spiel hervor. Der Vorteil an Crossgolf ist, dass viele individuelle Optionen eingebaut werden können. So bleibt der Sport abwechslungsreich und richtet sich auch an anspruchsvolle Golfer, die nach echten Herausforderungen suchen.

Welche Ausrüstung brauche ich zum Crossgolf Spielen?

Wer schon einmal normalen Golf gespielt hat, der weiß. Die Golf Ausrüstung kann sehr üppig ausfallen. Es werden Hölzer gebraucht, Wedges, Eisen, Putter, Tees, im besten Fall ein Standbag sowie allerhand andere Dinge, ohne die ein ambitionierter Spieler nur schwer auskommt. Hier zeigt sich ein deutlicher Vorteil am Crossgolf, denn in der Regel genügt ein einziger Spieler. Es geht schließlich nicht darum, möglichst professionell dazustehen. Ziel des Ganzen ist es, Spaß zu haben und sich mit möglichst wenig Equipment durch die Löcher zu spielen. Ein Crossgolf Einsteigerset ist im Handel zum kleinen Preis erhältlich. Idealerweise besteht es aus einem 7er Eisen für unwegsames Gelände, ein paar Tees und Bällen sowie Zubehör, das je nach Location sinnvoll sein kann. Wedges haben den Vorteil, dass sie sich auf Sand und Wiesen einfacher Spielen lassen. Hier sollte jeder Spieler seine eigenen Erfahrungen sammeln.

Hier finden Sie eine Auswahl an Crossgolf Sets für Einsteiger und Fortgeschrittene.

Faktisch ist das Crossgolf Starterkit deutlich kleiner als ein Einsteigerset im klassischen Golf. Eine Tasche kann dennoch nicht schaden, denn oft sind die Teams einige Zeit lang unterwegs. Caddys und andere „Helfer“ gibt es hier nicht. Man ist demnach darauf angewiesen, selbst zu „schleppen“ und alles mitzukriegen. Im Crossgolf Einsteigerset ist so eine Tasche im besten Fall enthalten. In ihr lassen sich auch Tees sowie Bälle bequem verstauen. Welches Set am sinnvollsten ist, das hängt letztlich davon ab, wo bevorzugt gespielt wird. Wer eher auf ebenem Gelände oder in Gebäuden spielt, der sollte grundsätzlich auf ein Eisen zurückgreifen. Wedges sind auf Unebenheiten und loses Gelände abgestimmt. Hölter braucht man beim Crossgolf in der Regel gar nicht. Viele Shops bieten inzwischen ganze Starterkits für Crossgolf an, um auch Einsteigern und ambitionierten Fortgeschrittenen den Einstieg zu erleichtern.

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